
28.12.19 –
Die Grünen-Fraktion in Dallgow-Döberitz begrüßt es, dass auf der Wilmsstraße zumindest im Abschnitt von B5 bis zum Kreisel an der Bahnbrücke nun Tempo 30 gilt. „Bei Tempo 30 passieren etwa 40 Prozent weniger Unfälle“, sagt Fraktionsvorsitzende Anna Mohn. „Die Zahl von getöteten und schwerverletzten Personen vermindert sich in solchen Bereichen sogar um 60 bis 70 Prozent“. Mohn betont: „Wir wünschen uns, dass in ganz Dallgow-Döberitz in Zukunft Tempo 30 der Standard ist.“
Dem Sicherheitsgewinn stehe ein nur geringer Zeitverlust gegenüber: Rein rechnerisch sei ein Autofahrer pro Kilometer gerade 12 Sekunden schneller, wenn er statt 30 Stundenkilometer mit 50 Sachen durch die Gemeinde fahre. „In der Realität dürfte der Zeitgewinn noch geringer sein – deshalb: Diese wenigen Sekunden rechtfertigen nicht das deutlich höhere Risiko.“
Die Aufprallwucht ist bei Tempo 50 rund 2,8 ist mal größer als bei Tempo 30, so ermittelte unter anderem die Universität Duisburg-Essen. „Der Aufprall bei Tempo 50 entspricht einem Fall aus 10 Metern Höhe, während er bei Tempo 30 einem Fall aus nur 3,6 Metern Höhe entspricht“, veranschaulichen die Duisburger. Bei Tempo 30 könnten auch die Gefahren besser erkannt werden: Bei Tempo 50 liege der Blick rund 40 Meter weit vor dem Fahrzeug, bei Tempo 30 nur bei etwa 15 Meter. „Der Blickwinkel ist breiter, die Situationen rechts und links der Fahrbahn können besser wahrgenommen werden“, so Prof. Dr. Maria Limbourg von der Duisburger Uni.
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