08.04.26 –
Falkensee. Zu einem besonderen Rundgang mit Dr. Ernst Paul Dörfler um den Falkenhagener See, in grüner Umgebung in Falkensee, luden Bündnis '90/Die Grünen sowie NABU, BUND, AG Umwelt der Lokalen Agenda 21 Falkensee und BI Schönes Falkensee am 28. März ein.
Treffpunkt für den Spaziergang war der „Seepavillon“ am Ostufer. Knapp 60 Interessierte kamen zu der etwa zweistündigen Führung mit dem bereits zu DDR-Zeiten aktiven Umwelt- und Naturschützer, Mitbegründer und weiter aktivem Mitglied der Grünen Partei in der DDR. Dörfler, mehrfach ausgezeichneter Vogelkundler und Autor gut eines Dutzends Bücher über Vögel, die Elbe sowie aktuellen Fragen zu Umwelt- und Naturschutz erklärte dabei zu Beginn: "Ich bin eher Ökologe als Vogelkundler“. „Nestwärme - oder was wir von Vögeln lernen können“ lautete das Motto, des Spaziergangs, gemäß seines in 2019 erschienenen Buchs.
Gemeinsam erkundeten die Anwesenden etwas die Natur und lauschten dabei Dörflers Ausführungen zu den Vögeln am Falkenhagener See. Er berichtete, dass viele Vögel auf der geschützten Vogelinsel im Westen des Falkenhagener Sees Rückzuh, darunter Graureiher und Eisvogel, suchen. Der See werde dagegen besiedelt von Schwänen, Haubentauchern, Stock- und Tafelenten, Teichrallen, Rohrammern, Blässhühnern, Drosseln- und Teichrohrsängern. Bei einzelnen Beobachtungsstopps sah und hörte die Gruppe zudem Zilpzalpen, Rotkelchen, Meisen, Tauben, Mönchsgrasmücken, Graugänsen, Blässralle zu hören und zu sehen.
Dörfler, den es sehr freute, nach rund 20 Jahren, wieder einmal in Falkensee zu sein, erzählte dabei aus dem Alltag der Vögel und von ihren Verhaltensweisen: „Die meisten Vögel singen, zur Revierverteidigung, sehr früh am Tag und nach einer 'Mittagspause' wieder gegen Abend“. Ebenso berichtete er von ihrem sozialen Familien- und Liebesleben. "Häufig gibt es eine feste Saisonehe. Dabei wählen die Weibchen ihre Partner und legen so auch 'Mode- und Musiktrend' fest. Die Männchen nehmen, was sie 'kriegen können'." Gänse wiederum seien sehr familiär. Auch wenn die Jungvögel schon flügge sind, gibt es im Herbst regelmäßige 'Familientreffen'.“ Da konnte man also viel über das Leben der Vögel lernen. Und was lernen wir von ihnen? Tiere „handeln ökologisch“, sind oft familiär und sozial. „Biodiversität ist, neben Klimawandel, die wichtigste Herausforderung für uns Menschen. Wir müssen uns nicht nur Wissen aneignen, sondern auch anwenden - mit Hoffnung, Zuversicht und Humor“, so Dörfler. Mit diesem Fachwissen, seiner humorvoll-optimistischen Art und den Antworten auf die vielen Fragen der Anwesenden übertrug er seine Begeisterung direkt auf die Teilnehmer.
Nach der Führung signierte er seine Bücher. Dr. Antje Töpfer, BündnisGrüne Co-Kreissprecherin, hatte Dörfler während Teilnahme an einer seiner Führungen am Elberadweg bei Wittenberg für den Rundgang um Falkenhagener See gewonnen und freute sich sehr über das große Interesse an dem Termin.
Zusatzinformationen:
Der Falkenhagener See entstand als eiszeitliche Gletscherrinne während Ende der letzten Eiszeit. Er ist mit dem direkt benachbarten Neuen See, ein Überbleibsel einer 1934 geschaffenen Sandgrube, verbunden. Der See, am nördöstlichen Stadtrand gelegen, wurde 1991 bis 1997 saniert, liegt im Landschaftsschutzgebiet, ohne natürlichen Zu- und Abfluss. Er hat eine Fläche von 44 Hektar, ist 2,2 Kilometer lang und 250 Meter breit sowie durchschnittlich 1,7 Meter tief. Baden sowie Segel- und Motorboote sind verboten. Durch Schilfgürtel am Ufer und direkte Anlieger am Westufer gibt es keinen geschlossenen Ufer-Rundweg. Der Neue See hat eine dagegen Fläche von 11.9 Hektar.
Ernst Paul Dörfler „Nestwärme“ erschien 2019 (Hanser Verlag München). Sein aktuelles Buch „Das Liebesleben der Vögel“ veröffentlichte Hanser 2024. Bestellungen und Infos auf Dörflers Homepage www.elbeinsel.de. Auf der Homepage gibt es noch ein Interview mit ihm.






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