21.07.25 –
War das interessant in Feldheim, dem energieautarken Dorf in Potsdam-Mittelmark!
Feldheim liegt auf dem Höhenzug „Hoher Fläming“. Es gibt dort ausreichend Wind und seit alters her mahlten viele Windmühlen das Korn der Gegend. Fasziniert von den Windmühlen hatte der damalige Student, Michael Raschemann, 1993 die Idee, den Wind zur Energieerzeugung zu nutzen. Neugierig genug und aufgeschlossen hat die Gemeindevertretung Feldheims die Chance erkannt und kurzerhand für die Idee gestimmt. Bereits 1995 wurden die ersten vier Windräder aufgestellt. Gemeinsam entstand ein großartiges energetisches Gesamtkonzept. Private Haushalte, Gewerbe- und Agrarbetriebe und alle öffentlichen Einrichtungen werden mit Energie und Wärme versorgt. Das Besondere in Feldheim ist ein eigenes Strom- und Nahwärmenetz.
1995 entstanden die ersten Windräder, 2008 kam die Biogasanlage dazu. Hier werden Gülle, Silage und Getreideschrot unter Luftabschluss vergoren und letztlich Strom und Wärme erzeugt. Mit der anfallenden Wärme wird Wasser auf rund 80 Grad Celsius erwärmt und in das ortseigene Wärmenetz geleitet. Bei extremer Kälte schaltet sich das Biomasseheizkraftwerk dazu, das Hackschitzel aus der regionalen Holzverarbeitung verbrennt.
Heute erzeugen 52 Windmühlen den Strom und bilden das Rückgrat der örtlichen Stromerzeugung. Die Biogasanlage und das Biomasseheizkraftwerk liefern die Wärme. Ein intelligentes Regelkraftwerk mit Speicher sorgt bei Windspitzen oder Flaute für eine stabile 50 Hertz Netzfrequenz.
Nur 0,5 Prozent des Stromertrages fließt durch das ortseigene Netz direkt zu den Feldheimern, der Rest wird ins öffentliche Netz eingespeist. Seit 2010 ist der Ortsteil Feldheim, der zur Stadt Treuenbrietzen gehört, hinsichtlich Wärme und Strom autark. Selbstverständlich bleibt Geld für Investitionen und das Leben im Dorf übrig; so bekam der Fußballplatz eine Flutlichtanlage und das Gemeindehaus schöne, neue Fenster.
Die Feldheimer, der Bürgermeister von Treuenbrietzen und Michael Raschemann sind stolz auf das, was hier entstanden ist. Das merkt man in Gesprächen, bei der Führung durch die Biogasanlage oder in einer der Windkraftanlagen. Wenn die Augen blitzen und die Gesichter strahlen.
„Energie ist ein Riesenthema weltweit, wir können es zum Exportschlager machen, wenn wir es zulassen.“
„Wenn wir 12 Cent zahlen, frage ich mich, wer kann da noch was dagegen haben?“
„Solche Ideen sind immer dann erfolgreich, wenn nicht mit der Brechstange rangegangen wird, sondern das Machbare das Ziel ist, und man gemeinsam mit den Menschen vor Ort Schritt für Schritt vorwärts geht.“
Windpark und Speicher:
Biogasanlage:
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Sei beim "OSTKONGRESS 2026" dabei – am 26. und 27. Juni 2026 in Sassnitz auf Rügen.
Unter dem Motto „OSTKONGRESS 2026 – Nah am Menschen, stark im Wandel." wollen wir die positiven Entwicklungen in den Mittelpunkt stellen, die die ostdeutschen Regionen in den vergangenen Jahren gestärkt haben, und diskutieren, was wir daraus lernen können. Gemeinsamkeit ist unser Fokus: Wir wollen diskutieren, wie wir bei allen Unterschieden und Herausforderungen einen gemeinsamen Weg in eine gute Zukunft entwickeln können.
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Am 02. Juli kommen wir zu unserer zweiten Kreismitgliederversammlung in diesem Jahr zusammen.
Die Versammlung steht allen Mitgliedern offen.
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In den Sommermonaten fährt Michael Cramer (BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN und ehemaliges Mitglied des Europaparlaments) in einzelnen Etappen den Mauerradweg ab, um dessen Ausbauzustand zu kontrollieren und den Mitradelnden über dessen Geschichte und seinen Ausbau zu informieren.
Die Etappe von Staaken über Schönwalde-Glien nach Hennigsdorf findet dieses Jahr am 25. Juli statt. Wir starten um 14 Uhr am Bahnhof Staaken.
Kommt gerne dazu, wir freuen uns über alle Mitfahrer*innen!
Sehr gerne sind wir für euch da und öffnen unser Grünes Büro. Schaut in unsere Termine, wann etwas los ist und welche Veranstaltung euch interessiert. Wenn ihr ein ganz persönliches oder individuelles Anliegen habt, dann schreibt uns gerne und wir machen einen Termin aus.
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