23.06.26 –
Kürzlich lud Bürgermeister Jörg Zietemann zur 3. Radtour „Stadtentwicklung & Klimaschutz auf zwei Rädern“ ein, um Stadtentwicklung greifbar zu machen. Begleitet durch Bauamtsleiter Mathias Remus und Klimaschutzbeauftragte Corinna Thiel, startete die Tour auf dem Märkischen Platz. An der Radtour nahmen rund 20 Rathenower*innen, darunter unser Stadtverordneter in Rathenow, Roland Schaette.
Auf dem Märkischen Platz steht für acht Wochen ein „Mobiles Grünes Zimmer“. Hier können die Rathenower auf dem sonst vollständig versiegelten Platz ein angenehmes Mikroklima genießen; künftig soll es dort zudem ein Trinkwasserspender geben. „Speziell zum Thema Klimaschutz gibt es 2025 bis 2028 ein Landesförderprogramm. Jährlich pflanzt die Stadt 80 bis 100 Bäume neu als Ausgleichsmaßnahmen für Bauarbeiten“, so der Bürgermeister. Die Klimaschutzbeauftragte machte auf die verschiedenen Beteiligungs- und Informationsmöglichkeiten aufmerksam und nannte erste Ergebnisse: „'Klimaanpassung und Stadtentwicklung' nannten die Rathenower*innen bei der Bürgerbeteiligung als wichtigstes Thema. 'Mobilität' folgte auf Platz 2.“ Diese Themen hatte dann auch die aktuelle Radtour als Schwerpunkt.
Erster Stopp: Waldemarstraße, die April 2025 bis September 2026, beginnend mit der Kleinen Waldemarstraße, grundlegend saniert und zu Rathenows erster Fahrradstraße, mit Einbahnstraßennutzung durch Pkw-Anlieger-Verkehr, umgestaltet wird. Noch wird im dritten Bauabschnitt „Waldemarstraße zwischen Goethe- und Mittelstraße“ mächtig gebuddelt. Kleine Waldemarstraße und Waldemarstraße zwischen Mittelstraße und Fehrbelliner Straße sind bereits fertiggestellt. Sie bilden eine alternative Radverbindung zur Berliner Straße von Ost (Fontanepark) über nördlichen Stadtkanal nach West (Jederitzer Brücke). „Rathenows erste Fahrradstraße ist ein hoffnungsvolles Signal für den Radverkehr in der Stadt. Ich hoffe, dass sie der erste Schritt sein wird, zu einem Fahrrad-Wegenetz, mit dem alle Ziele in Rathenow mit dem Rad bequem und sicher erreichbar sein werden“, so der bündnisgrüne Stadtverordnete Roland Schaette.
Die Anregung die Badstraße für Räder in beide Richtungen freizugeben nahm der Bauamtsleiter positiv auf. „Hier am Stadtkanal wird der Parkweg als Teil der künftigen Ost-West-Achse noch verbreitert“, erläutert Remus am zweiten Stopp - nördliche Uferpromenade und informierte über künftige Bebauungspläne im Bereich ehemals Motorrad Rothe und Endpunkt Kleine Waldemarstraße. „Die über 20 Entwürfe von Stadtentwicklungs-Studenten der TU Berlin zur Quartiersentwicklung sehen vor, dass die Fläche direkt am Havelufer unbebaut bleibt.“ Nach Abschluss an der Fahrradstraße erfolgt im Sommer 2026 bis Oktober 2030 der weitere B 102-Ausbau Ruppiner Straße bis Curlandstraße, beginnend mit grundlegender Sanierung der Großen Hagenstraße. Weitere Stopps waren die Jederitzer Brücke, die 2027/2028 grundlegend saniert und für einseitigen Pkw-Verkehr wieder freigegeben werden wird. Vierter Stopp war die Seeger-Grundschule in West, deren neuer Sportplatz nun auch teilweise bis abends öffentlich genutzt werden kann. Am Stopp Friedhof West wurden an der Straße elf Feldahornbäume neu gepflanzt. Mit unversiegelten, durch Kunststoffgitter neu geschaffenen, Pkw-Parkflächen dazwischen.
Weiter ging es nach Steckelsdorf mit Getränke-Stopp am Gemeindezentrum. Am 13. Juli starten die Bauarbeiten für den straßenbegleitenden Radweg zwischen Kreisverkehr West und Böhne. Über den Radweg, mit Stopp am wieder aufgestellten „Königsstuhl“, ging es zum Zielpunkt der 150-minütigen Fahrt nach Göttlin. „Alle Ortsteile verfügen über eine Badestelle an der Havel“, so Zietemann, der die Radtouren künftig stärker auf die Ortsteile ausdehnen will.
Die während der Tour vorgestellten Maßnahmen betrafen vor allem die Bereiche Klimaanpassung und nachhaltige Mobilität. Roland Schaette verwies in seinem Fazit zudem auf weitere klimapolitische Aufgaben der Stadt: „Ich freue mich zu sehen, dass die Stadt an so vielen Stellen Klimaschutz und Klimaanpassung ganz selbstverständlich mitdenkt, umsetzt und Projekte dazu vorantreibt. Leider können große Herausforderungen, wie die Dekarbonisierung der Rathenower Wärmeversorgung aufgrund der Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung aktuell noch nicht angegangen werden“.
Umfangreiche Informations- und Beteiligungsangebote mit weiterführenden Links: www.rathenow.de/wirtschaft-standort/stadtentwicklung/klimaschutz. Auf ihrer Homepage informiert die Stadt auch über die geplanten Baumaßnahmen.
Text/Fotos: © Uwe Hoffmann
Kategorie
Klima | Radwegenetz | Verkehr | Westhavelland
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