Pressemitteilung

Grüne zu Land und zu Wasser unterwegs

– Solarfloßtour auf der Havel und Radtour auf dem Mauerradweg -

Am Wochenende 17./18.08.2013 waren Bündnisgrüne Mitglieder und Interessierte Gäste in Oberhavel zu Land und zu Wasser unterwegs um für eine andere Politik zu werben.

Unter Leitung des Europaabgeordneten Michael Cramer fuhren am Samstag rund 100 Radfahrerinnen und Radfahrer eine Etappe des Mauerradweges von Hennigsdorf nach Hermsdorf. Am Start in Hennigsdorf wurde die Gruppe von Annalena Baerbock, bündnisgrüne Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl am 22.09.2013 begrüßt.

Dazu erklärt Michael Cramer: „Nach dem Beschluss von Senat und Abgeordnetenhaus von Berlin aus dem Jahr 2001, den Mauerweg auszuschildern und ihn fahrradfreundlich zu gestalten, ist er nunmehr nahezu vollständig fertig gestellt. Zudem ist er jetzt auch mit ca. 900 Schildern ausgewiesen. Der Berliner Mauerweg ist Vorbild geworden für den „Europa-Radweg Eiserner Vorhang“, den das Europäische Parlament zusammen mit den 14 EuroVeloRouten in die Transeuropäischen Netze - Verkehr (TEN-V) aufgenommen hat. Auf diesem Radweg kann man Geschichte, Politik, Natur und Kultur im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.“

Derweil war die Direktkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen für den Wahlkreis 58 Maria Heider, mit einem Solarfloß auf der Havel in Oranienburg und auf dem Lehnitzsee unterwegs. An Bord gab es intensive Gespräche mit kompetenten Gästen zum Thema umweltverträgliche und zukunftsfähige Mobilität. Der 2. grüne Spitzenkandidat für Brandenburg, Wolfgang Renner, der verkehrspolitische Experte des bündnisgrünen Ortsverbandes Oranienburg, Heiner Klemp, und Clemens Rostock vom VCD Brandenburg diskutierten mit engagierten Mitgliedern der Interessengemeinschaft für Elektromobilität in Berlin Brandenburg (IGEMBB) und René Tausch, Begründer der „e/motion“ in Oranienburg über eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität für die Region. Maria Heider fasste die Diskussion zusammen: „Die Mobilität von morgen vernetzt Fahrrad, öffentlichen Personen-Nahverkehr und Elektromobilität – angetrieben von sauberen Strom aus erneuerbaren Energieträgern zu einem Erfolgskonzept für die Region. Die meisten Verkehrswege des Einzelnen sind am Tag nicht länger als 50 Kilometer – Fahrrad, Park&Charge, ÖPNV sinnvoll zusammen gedacht und aufeinander abgestimmt – das ist vernünftig, ökologisch und ökonomisch effizient.“

Am Abend trafen beide Gruppen zu einem gemeinsamen Ausklang in der Havelbaude in Hohen Neuendorf zusammen.

Am Sonntag startete die grüne Sonnentour auf dem Solarfloß erneut auf der Havel in Richtung Hennigsdorf. An Bord versammelten Maria Heider und die bündnisgrüne Bundestagsabgeordnete Cornelia Behm, eine Expertenrunde rund um das Thema „Chancen und Herausforderungen für die Havel“.

Zusammen mit Peter Krause vom Tourismusverband Ruppiner Seenland, Peter Münch vom Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde (WSA), Ralf Hennigs vom Projektbüro WIN, Jürgen Rathenow vom Naturschutzbund Brandenburg, Gerhard Moritz vom Kreisanglerverband Oberhavel e.V. und Heinz-Herwig Mascher von der Grüne Liga e.V. diskutierten die beiden Grünen Spitzenfrauen über die Situation an der oberen Havel und die bestehenden Zielkonflikte rund um den Fluß. Während der etwa 2 stündigen Fahrt von Hohen Neuendorf nach Hennigsdorf und zurück sprachen die Teilnehmer über die Rolle des Wasser und Schifffahrtsamtes, die Planungen der Wassersportinitiative Nordbrandenburg (WIN), die touristischen Perspektiven der Region und Fragen des Naturschutzes. Schnell war klar, dass die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten eine der Hauptursachen für die bislang nicht zufriedenstellende Entwicklung darstellt. Das WSA untersteht als Bundesbehörde der Bundesregierung, WIN ist eine Initiative der Region und Fragen des Natur- und Umweltschutzes werden auf Landesebene entschieden. Dreh und Angelpunkt ist wie so oft, die Frage der Finanzierung. Die Obere Havel ist für den Bund eine eher unbedeutende Schifffahrtsregion weswegen er in die Instandhaltung auch kaum investiert. Die Region möchte aber die Wasserwege vor allem für den Tourismus entwickeln und appelliert an die Landesregierung sich beim Bund dafür einzusetzen. Finanzieren könnte man das zum Beispiel über eine Tourismusabgabe oder eine Maut für die Freizeitkapitäne. „Dem Tourismus würde das nicht schaden“, zeigte sich Peter Krause überzeugt. Dafür müssten aber Bundesgesetze geändert werden. Entsprechende Initiativen der Grünen scheiterten bislang am Widerstand der schwarz-gelben Regierung in Berlin.

Nach der Fahrt war man sich einig, diese Gespräche nach der Bundestagswahl am 22. September in ähnlicher Besetzung fort zu führen.

Maria Heider fasst die zwei Tage zu Land und zu Wasser zusammen: „Dieses Wochenende haben wir Bündnisgrünen im Wahlkampf den Bürgerinnen und Bürgern gezeigt, dass wir nicht nur reden, sondern tun! Unsere Konzepte sind keine Theorie, keine Ideologie – es geht uns um die Menschen, die Zukunft unserer Kinder und eine lebenswerte Region Oberhavel – ich hoffe, dass wir dies mit einem guten Ergebnis für Bündnis 90/Die Grünen im nächsten Bundestag fortsetzen können“.

 

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