Für einen schnellen Grundschul-Ausbau in Dallgow-Döberitz

Dass die Grundschule in Dallgow ausgebaut werden soll, ist unumstritten. Und es soll schnell gehen. Weil die Fertigstellung ein dreiviertel Jahr später kommt als bisher gedacht erst Frühjahr 2020 erfolgen soll, ergibt sich für uns eine neue Situation. Wir müssen uns deshalb überlegen, ob wir an der bisherigen Planung festhalten. Doch das bedeutet eine Verlängerung der sehr beengten Situation vor allem für die Schüler der ersten bis dritten Klasse an der Steinschneiderstraße und den wahrscheinlichen Verzicht auf Fördermittel. Sinnvoller erscheint es uns deshalb, vorhandene Raumkapazitäten besser auszunutzen, dadurch den Erweiterungsaufwand zu verringern und so schneller fertig zu werden. Das hilft den Schülerinnen und Schülern und könnte durch die Fördermittel die finanzielle angespannte Situation der Gemeinde entspannen. Angespannt ist Finanzlage nicht nur durch das Rathaus, sondern auch durch zwei bereits errichtete Kindergärten in wenigen Jahren (Bahnhofstraße und Wilhelmstraße) und durch die Notwendigkeit, auch einen dritten Kindergarten (Finkenkruger Straße) zu errichten. 

05.03.18 –

Dass die Grundschule in Dallgow ausgebaut werden soll, ist unumstritten. Und es soll schnell gehen. Weil die Fertigstellung ein dreiviertel Jahr später kommt als bisher gedacht erst Frühjahr 2020 erfolgen soll, ergibt sich für uns eine neue Situation. Wir müssen uns deshalb überlegen, ob wir an der bisherigen Planung festhalten. Doch das bedeutet eine Verlängerung der sehr beengten Situation vor allem für die Schüler der ersten bis dritten Klasse an der Steinschneiderstraße und den wahrscheinlichen Verzicht auf Fördermittel. Sinnvoller erscheint es uns deshalb, vorhandene Raumkapazitäten besser auszunutzen, dadurch den Erweiterungsaufwand zu verringern und so schneller fertig zu werden. Das hilft den Schülerinnen und Schülern und könnte durch die Fördermittel die finanzielle angespannte Situation der Gemeinde entspannen. Angespannt ist Finanzlage nicht nur durch das Rathaus, sondern auch durch zwei bereits errichtete Kindergärten in wenigen Jahren (Bahnhofstraße und Wilhelmstraße) und durch die Notwendigkeit, auch einen dritten Kindergarten (Finkenkruger Straße) zu errichten.

 

1. Wie fing es eigentlich an?

Die Verhältnisse am Standort Steinschneiderstraße sind unzumutbar. Und deshalb sind wir froh, dass sie endlich verbessert werden. Wir Grüne setzen uns schon seit Jahren dafür ein, dass der Flachbau durch einen Neubau ersetzt wird. Dass die dritten Klassen dort jahrelang vormittags und nachmittags in viel zu kleinen Räumen untergebracht waren, haben wir immer wieder kritisiert. Wir haben für die Gemeindevertretung am 29.4.2015 einen Antrag auf einen Bebauungsplan für das Gelände und die Prüfung eines Schulerweiterungsbaus in der Steinschneiderstraße gestellt. Dadurch haben wir den Prozess in Gang gebracht, der zum Kauf des Grundstücks in der Bahnhofstraße führte.

2. Warum dauert es so lange?

Die Abstimmungsprozesse zwischen Verwaltung, und Schule gestalteten sich leider sehr schwierig. Es fehlte der Bürgermeister als Bindeglied. Gegen den ersten Entwurf des Büros Selke protestierten die Eltern, weil sie Störungen durch die Bauarbeiten befürchteten. Dann wurde neu und größer geplant und die Höhe der Planungskosten machte eine europaweite Ausschreibung erforderlich. Unser Vorschlag, an einem neuen Standort in Dallgow-Döberitz eine komplett neue Schule zu bauen - abseits von Bau- und Straßenlärm - fand leider keine Zustimmung bei Eltern, Lehrkräften und anderen Fraktionen. Nachdem der zweite Entwurf abgestimmt war, stellte sich heraus, dass die gewünschte Bauzeit nicht eingehalten werden kann. Statt Mitte 2019 soll die Schule erst im Frühjahr 2020 fertig werden. 

Das dauert zu lange! Außerdem bringt es die in Aussicht gestellten Fördermittel in Gefahr! Deshalb sind wir auch für die nun vertretene Lösung: Ausbau beider Schulstandorte. Das geht nach Auskunft der Verwaltung schneller und somit rüsten wir uns auch für die erwarteten hohen Einschulungszahlen. Wir nutzen an der Weißdornallee Räume, die bislang nicht genutzt werden – die müssen deshalb auch nicht neu gebaut werden.

3. Wie sollen die Kinder während der Bauphase untergebracht werden?

Für die Unterbringung der Kinder während der Bauphase hat die Verwaltung ein Konzept vorgelegt, das es ermöglicht, ohne Container auszukommen. Räume im alten Hortgebäude und am Kreisel würden als Klassenräume genutzt, daneben stehen ergänzende Räume für Teilungs-und Förderunterricht und zum Spielen und Entspannen nachmittags zur Verfügung. Am Standort Weißdornallee könnten zwei dritte Klassen untergebracht werden. Das Außengelände in der Steinschneiderstraße bliebe frei zum Spielen und Toben. Wie die Räume dann tatsächlich aufgeteilt werden, obliegt natürlich der Schule. Statt Geld in teure Container zu investieren, möchten wir lieber nachhaltige gute Lösungen schaffen, z.B. die Klassenräume jetzt schon besser ausstatten und eine neue Sporthalle bauen.

4. Was soll gebaut werden?

Wir Grüne wollen die Schule für die Zukunft gut aufstellen. Das heißt für uns, dass Räume für eine Ganztagsschule mit gemeinsamen Lernen entstehen sollen, die genug Platz für konzentriertes Lernen und Arbeiten im Wechsel mit Entspannen, Spielen und Sport bieten. Die Raumanforderungen für eine Ganztagsschule beinhalten auch die Raumanforderungen für die jetzigen Schulkonzepte. Wir sind bereit, dafür viel Geld zu investieren und an der Steinschneiderstraße auch eine neue Sporthalle zu bauen. Die Grundschule am Wasserturm ist mit über 700 Schülerinnen und Schülern die größte Grundschule Brandenburgs, verteilt auf zwei entfernte Standorte mit Klassen eins bis drei an einem Ort und drei bis sechs an einem anderen. Nun sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, dass an beiden Schulstandorten der Schulunterricht und die Hortbetreuung für die Klassen eins bis sechs erfolgen kann.

Wir haben uns auch in der Vergangenheit schon für zwei kleinere Grundschulen in Dallgow-Döberitz mit eigenständigem Profil ausgesprochen. (Als wir die Idee 2009 erstmals aufbrachten, entstand übrigens die Verlässliche Halbtagsgrundschule, das Gebäude am Kreisel wurde mit Fördermitteln dafür gebaut.) Viele Probleme, die eine große Schule hat, könnten in kleineren Einheiten leichter gelöst werden. Dazu gehört auch, dass Konflikte zwischen „Kleinen“ und „Großen“ gar nicht erst entstehen bzw. überschaubarer sind und leichter behoben werden können. Eine zweite Schule könnte langsam und sozialverträglich aufwachsen, eine Schulbezirkssatzung freie Elternwahl zwischen beiden Schulen ermöglichen. Wir sehen hier auch eine Chance für Dallgow-Döberitz, das jetzt schon gute Bildungsangebot breiter und vielfältiger zu machen.

5. Wie soll es weitergehen?

Wir brauchen einen offenen, vertrauensvollen Dialog aller Beteiligten. Unsere Kinder brauchen Platz und Räume und sollen in einem gesellschaftlichen Klima aufwachsen, in dem sich alle einbringen können und niemand diffamiert wird. Schule und Hort, Elternvertretung, Verwaltung, Politik und Ministerium müssen an einen Tisch. Wir sollten dabei auch neuen Lösungen aufgeschlossen sein, bei denen die gesamte Schulfläche genutzt wird.

Peter-Paul Weiler und Petra Budke

 

Anlage: Unser Antrag vom April 2015

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

Für die Gemeindevertretung 29.4.2015

Beschlussvorschlag

Die Gemeindevertretung beschließt die Aufstellung eines B-Plans für das Gebiet der Filialgrundschule (zwischen Steinschneiderstraße, Lindenstraße, Bahnhofstraße, Wilmsstraße). Die Gemeindeverwaltung prüft Kosten und Möglichkeiten einer Erweiterung des Schulgebäudes und des Schulgeländes Steinschneiderstraße, ggf. mit Abriss des Flachbaus und der Einbeziehung des bisherigen Bauhofs. Die Gemeindevertretung initiiert einen Diskussionsprozess über die zukünftige Entwicklung der Grundschule.

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